Humanistischer Verband RLP/Saarland fordert Diskussion um Neuregelung des Religionsunterrichts auch im Saarland

Mainz/Saarbrücken, 15.09.2019: Wie das saarländische Bildungsministerium mitteilt, wird ein seit dem vergangenen Schuljahr laufender Modellversuch zum islamischen Religionsunterricht um vier Jahre verlängert. Bislang nehmen vier Grundschulen in Saarbrücken und Völklingen teil. Nun könnte der Versuch auf weitere Standorte ausgeweitet werden.

Der Humanistische Verband Rheinland-Pfalz/Saarland e.V. (HVD RLP/Saar) nimmt diese Meldung zum Anlass, auf die Situation konfessionsfreier Kinder in den Grundschulen hinzuweisen. Da ein Ethikunterricht im Saarland erst ab Klassenstufe 5 angeboten wird, legen die Verantwortlichen den konfessionsfreien Eltern oft nahe, ihre Kinder sollten eines der konfessionellen Angebote wahrnehmen. Anderenfalls müssten Kinder in anderer Weise beaufsichtigt werden.

Der HVD RLP/Saar plädiert dafür, der wachsenden Vielfalt an religiösen und nichtreligiösen Weltanschauungen dadurch gerecht zu werden, dass schon in Grundschulen ein gemeinsamer Werteunterricht eingeführt wird. Eine entsprechende Petition einer Elterninitiative in Rheinland-Pfalz wird durch den Humanistischen Verband ausdrücklich unterstützt. „Wir würden es sehr begrüßen, wenn eine solche Diskussion aus der Mitte der Gesellschaft auch im Saarland in Gang käme“, so die Vorsitzende Hedwig Toth-Schmitz.

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